Essstörungen
Essstörungen sind psychische Erkrankungen, bei denen das Essverhalten sowie die Wahrnehmung von Körpergewicht und Figur deutlich gestört sind. Sie gehen häufig mit starken Sorgen über Essen, Gewicht und Kontrolle einher und können zu erheblichen körperlichen und psychischen Folgen führen.
Typische Symptome
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starkes Kontrollverhalten beim Essen
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Angst vor Gewichtszunahme
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verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers
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restriktives Essverhalten oder Hungern
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Essanfälle
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kompensatorische Maßnahmen wie Erbrechen, exzessiver Sport oder Missbrauch von Abführmitteln
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starke gedankliche Beschäftigung mit Essen, Gewicht und Figur
Essstörungen werden im ICD-10 unter anderem mit folgenden Codes klassifiziert:
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F50.0 Anorexia nervosa
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F50.2 Bulimia nervosa
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F50.8 Sonstige Essstörungen
Häufigkeit
Essstörungen treten vor allem im Jugend- und jungen Erwachsenenalter auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, wobei Essstörungen grundsätzlich in allen Altersgruppen und Geschlechtern vorkommen können.
Behandlung
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) geht davon aus, dass Essstörungen durch das Zusammenspiel von belastenden Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern entstehen und aufrechterhalten werden. Besonders dysfunktionale Bewertungen von Körpergewicht, Figur und Kontrolle spielen dabei eine wichtige Rolle.
Ziele der Behandlung:
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Gedanken über Gewicht, Figur und Essen erkennen und hinterfragen
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ein regelmäßiges und gesundes Essverhalten aufbauen
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Essanfälle, Hungern oder kompensatorisches Verhalten reduzieren
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den Umgang mit Gefühlen und Stress verbessern
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die Körperwahrnehmung und das Selbstwertgefühl stärken
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Vermeidungs- und Kontrollverhalten abbauen
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Rückfallprophylaxe