Schlafstörungen
Schlafstörungen sind anhaltende Beeinträchtigungen des Schlafes, die zu deutlichem Leidensdruck oder Einschränkungen im Alltag führen. Sie können das Einschlafen, Durchschlafen oder die Schlafqualität betreffen.
Typische Symptome
-
Einschlafstörungen
-
häufiges nächtliches Erwachen
-
frühes Erwachen am Morgen
-
nicht erholsamer Schlaf
-
Müdigkeit und Erschöpfung am Tag
-
Konzentrations- und Leistungsprobleme
-
erhöhte Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen
Schlafstörungen können eigenständig auftreten oder im Zusammenhang mit anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen bestehen.
Im ICD-10 werden nichtorganische Schlafstörungen unter anderem mit dem Code F51 klassifiziert.
Häufigkeit
Schlafstörungen treten sehr häufig auf. Vorübergehende Schlafprobleme erleben viele Menschen, chronische Schlafstörungen betreffen etwa 5–10 % der Bevölkerung.
Behandlung
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) geht davon aus, dass Schlafstörungen durch das Zusammenspiel von belastenden Gedanken, Anspannung und ungünstigen Schlafgewohnheiten aufrechterhalten werden. Häufig verstärken Sorgen über den Schlaf die Schlafprobleme zusätzlich.
Ziele der Behandlung:
-
ungünstige Schlafgewohnheiten erkennen und verändern
-
den Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisieren
-
belastende Gedanken über den Schlaf hinterfragen
-
körperliche und mentale Anspannung reduzieren
-
einen besseren Umgang mit Stress erlernen
-
die Schlafqualität langfristig verbessern
-
Sicherheit und Vertrauen in den eigenen Schlaf stärken
-
Rückfallprophylaxe