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Zwangsstörungen

Eine Zwangsstörung kennzeichnet sich durch wiederkehrende Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen, die als belastend erlebt werden und den Alltag deutlich beeinträchtigen.

Zwangsgedanken

Wiederkehrende, aufdringliche Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, z. B.:

  • Angst vor Verschmutzung oder Ansteckung

  • Zweifel („Habe ich die Tür abgeschlossen?“)

  • aggressive oder unangemessene Gedanken

  • starkes Bedürfnis nach Ordnung oder Symmetrie

Zwangshandlungen

Wiederholte Handlungen oder Rituale, die ausgeführt werden, um Angst oder Anspannung zu reduzieren, z. B.:

  • Kontrollieren

  • Waschen oder Reinigen

  • Ordnen oder Zählen

  • Wiederholen bestimmter Handlungen

Betroffene erleben die Zwänge meist als übertrieben oder unsinnig, können sie jedoch nur schwer kontrollieren.

Zwangsstörungen werden mit dem ICD-10 Code F42 klassifiziert

Häufigkeit

Zwangsstörungen treten seltener auf als Depression oder Angststörung. Die Lebenszeitprävalenz liegt laut S-3-Leitlinien bei etwa 1–3 % der Bevölkerung.

Behandlung

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) geht davon aus, dass Zwangssymptome durch das Zusammenspiel von belastenden Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern aufrechterhalten werden. Besonders Vermeidungs- und Kontrollverhalten tragen dazu bei, dass die Angst langfristig bestehen bleibt.

Ziele der Behandlung:

  • Zwangsgedanken erkennen und anders bewerten

  • den Umgang mit Angst und Unsicherheit verbessern

  • Zwangshandlungen und Vermeidungsverhalten verringern

  • sich belastenden Situationen schrittweise stellen (Exposition)

  • auf Rituale verzichten lernen (Reaktionsverhinderung)

  • Selbstkontrolle und Handlungssicherheit stärken

  • Rückfallprophylaxe

Adresse

Schäufeleinstraße 5

80687 München

Telefon

01525 54 61 58 6

Email

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